Kurzer Leitfaden - wie beantragen Sie Familienpflege?

Es gibt viele Gründe, warum eine Familie zeitweise Hilfe im Alltag,
bei der Versorgung der Kinder und des Haushalts benötigen kann.
Eine akute und schwere Erkrankung, ein Kur- oder Klinikaufenthalt,
eine Risikoschwangerschaft und Entbindung, eine Mehrlingsgeburt,
mehrfache und überfordernde Belastungen, Tod oder Ausfall eines
Elternteils, um nur einige Beispiele zu nennen.

In solchen Fällen können Familien – mit Kindern unter 12 bzw. 14 Jahren
oder einem behinderten Kind - tatkräftige und qualifizierte Hilfe durch
eine Familienpflegerin erhalten. Für diese Unterstützung – gesetzlich
meist unter dem Namen Haushaltshilfe verankert – gibt es in vielen
Fällen einen rechtlichen Anspruch gegenüber Krankenkassen oder anderen
Leistungsträgern.

So kommen Sie zur Familienpflege:

1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin, wenn Sie Familienpflege
(Haushaltshilfe) aufgrund einer Erkrankung oder Rehabilitation benötigen.
Lassen Sie sich eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit einer
Haushaltshilfe ausstellen. Eine ärztliche Bescheinigung ist nur bei
ambulanter Behandlung erforderlich.
Wichtig: In der ärztlichen Bescheinigung muss die Erkrankung, der daraus
folgende Hilfebedarf und der erforderliche Zeitumfang nachvollziehbar
festgehalten sein.

2. Stellen Sie einen Antrag auf Haushaltshilfe bei Ihrem Sozial-
versicherungsträger (Ihrer Krankenkasse).
Überlegen Sie, ob Sie die Hilfe einer Familienpflegefachkraft benötigen
oder einen Zuschuss für eine selbst organisierte Kraft in Anspruch
nehmen wollen. Sie erhalten Familienpflege, wenn die Hilfe nicht durch
andere Familienangehörige oder Freunde geleistet werden kann.

3. Nehmen Sie Kontakt zum Familienpflegedienst in Ihrer Nähe auf. Hier
erhalten Sie bei Bedarf auch gerne Informationen, Beratung und Unterstützung
bei der Antragstellung.

4. Wenn Sie aus anderen Gründen, z.B. bei mehrfacher Belastung und
vorübergehen-der Überforderung, Hilfe bei der Versorgung von Kindern und
Haushalt benötigen, kann dies auch über den öffentlichen Jugendhilfe- oder
Sozialhilfeträger beantragt werden. Der Familienpflegedienst in Ihrer Nähe
und die Berater/-innen der Caritas oder Diakonie sind Ihnen bei der Beantragung
und Vermittlung der erforderlichen Unterstützung behilflich.
5. Bitte beachten Sie: je nach Situation müssen Sie einen Eigenbeitrag bzw.
eine Zuzahlung an den Kostenträger entrichten. Nicht in allen Fällen ist dies
jedoch erforderlich. Ihr Familienpflegedienst oder Ihr Kostenträger informiert
Sie hierzu gerne.


Oekumenische Sozialstation Ulmer Alb Sozialstation Erbach Keppler - Stiftung Sozialstation Munderkingen Katholische Sozialstation Ehingen Katholische Sozialstation Iller Weihung Zur Startseite -Familienpflegedienst - Ulm/Alb-Donau-Kreis